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Während "Fertigbau"-Wohnhäuser nach wie vor der Geruch von "Stangenware" anhaftet, hält der Wunsch nach vermeintlich schnellem Baufortschritt durch Fertigteile im Industrie- und Gewerbebau weiter an...

Der alte Cäsar hätte es so gesagt: quo vadis? Was ist dran am standardisierten Plattenbau? Was ist noch Standard und was ist Individualfertigung?

Die letzte Frage gehört zu meinen Lieblingsfragen. Nicht weil sie besonders herausfordernd wäre sondern so schön bildhaft zu beschreiben ist: Gehen Sie in den Baumarkt. Was Sie dort finden, ist Standard. Die Kritiker dieser Aussage kenne ich, dennoch bleibe ich lieber meinem Motto "keep it simple" treu und lasse das hier mal so stehen.

Die zweite Frage hat da schon wesentlich aufwendigere Bilder notwendig, um nur näherungsweise erklärt werden zu können. Vorweg: Ein Standard ist grundsätzlich keine negative Sache. Für manches Individuum klingt das Wort immer noch nach "Einheitsbrei fürs Volk" aber letztendlich sind Standards aus zwei Gründen zum Standard geworden: Sie sind wirtschaftlich und haben sich durch immer feinere Entwicklungen bewährt und durchgesetzt. Ein VW Golf ist auch nur ein Standard-Auto nach Standard-Produktionsvorgaben. Das macht ihn aber trotzdem zu einem Erfolgsmodell, dass es immerhin geschafft hat, eine gesamte Fahrzeugklasse nach sich selbst zu benennen: Die Golf-Klasse.

Dass Standard und Individualität sich nicht beissen müssen, beweisst die doch mittlerweile kaum noch vom "Architektenhaus" zu unterscheidende Vielfalt der Fertighäuser. Die im Industriebau vorherrschenden Standards sind qualitativ hochwertig und weitestgehenst optimiert. Es mag für den Außenstehenden noch so aussehen, dass wir bauen wie vor 100 Jahren - doch der Eindruck täuscht. Mit der Einführung des Fertigteilbaues konnten die Vorteile der stationären Industrie (witterungsunabhängige Produktion) mit der Individuallösung "Bauwerk" durch einen hohen Vorfertigungsgrad und schnelle Montagezeiten miteinander verbunden werden.

Es gibt viele wissenschaftliche Untersuchungen und Unmengen an Literatur die Vor- und Nachteile der beiden Fertigungsverfahren miteinander vergleichen. Auf der einen Seite die Verfechter der klassischen Baustellenproduktion und auf der anderen Seite die Systematiker, die im hohen Vorfertigungsgrad und der schnellen Montage des Fertigteilbaues die einzig mögliche Zukunft des Bauens sehen möchten.

Als kleine Nebenbemerkung: Der augenscheinliche Zeitgewinn der Montage wird durch lange Produktionstaktungen in der Fertigung insgesamt nicht immer realisierbar.

 

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