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Bauunternehmen sind sehr speziell - oder doch alle gleich ?

Unser Markt ist nach wie vor von großen Überkapazitäten geprägt. Ein enormer Preisdruck lastet auf dem gesamten Wirtschaftszweig, der in den letzten 25 Jahren knapp die Hälfte seiner Beschäftigten verloren hat. Der klassische Bauunternehmer ist heute - wenn überhaupt - dann nur noch im "Häuslebau" existent. Die dicken Gewinne der Wirtschaftswunder-Zeiten sind längst passé und jedes mir bekannte "Bauunternehmen" hat sich den Gegegenheiten durch radikale Verschlankung angepasst. "Der Bau" mit seinem Klischee des trinkenden Arbeiters, des stupiden Lehrlings und des behäbigen Unternehmers ist ein längst vergangenes Bild. 

Der Bereich "Bauhauptgewerbe" hat sich in einem seit mehr als 30 Jahren andauernden Prozesses zu einer echten Industrie entwickelt. Die aus allen baufremden Fachbereichen einströmenden Kräfte haben unser Gewerbe nach und nach auf die Höhe der Zeit gebracht . Bei Pfirmann Industriebau hat sich das Denken ebenso nachhaltig verändert. Der Wandel vom Bauunternehmen zum All-in-One-Dienstleister war für uns ein langer Prozess der mehr als 10 Jahre Entwicklungzeit beanspruchte.

Obwohl wir die Entwicklung bei unseren Kunden mitverfolgen konnten und durch die vielen - teils jahrzehntlangen - Partnerschaften sogar begleitet hatten, blieben wir zu lange die, die wir schon immer waren: Bauleute. Immer etwas anders, immer etwas besonderes. Unsere Projekte rühmen sich der Einzigartigkeit - und die kennt bekanntermaßen keinen Standard.

Während die produzierende Industrie ihr Wachstum und ihre Entwicklung genau auf diesem Zauberwort "Standard" aufbaute, versuchte sich der Bau unter Inanspruchnahme fachfremder Ingenieure selbst neu zu erfinden. Wo bisher nur der klassische Ingenieur ausgebildet wurde, gab es auf einmal Studiengänge wie "Baubetriebslehre" oder "Baumanagement". Die ersten Absolventen dieser Studiengänge hatten es mehr als schwer, ihr Wissen in den klassischen Bauunternehmen einzubringen.

Mehr Not als Tugend entwickelte sich auch aus den neuen Forderungen der Auftraggeber das neue Berufsbild des "Projektsteuerers", der sich zwischen Auftraggeber und Architekt plazierte und fortan für die wirtschaftliche Kontrolle des gesamten Projektes in Verantwortung stand. Der Kreis der Baufachleute erweiterte sich damit um eine gewichtige Komponente: Effizienz.

Effizienz war dabei der Sammelbegriff für Wirtschaftlichkeit, Ablaufplanung, Qualtitäts- und Kostenkontrolle.

Mit dem Siegeszug der Informationstechnologie wurden die vorher in Handarbeit schier ungreifbaren Prozessabläufe endlich strukturierbar und konnten schneller an die wechselnden Bedingungen eines laufenden Projektes angepasst werden. Die "was-wäre-wenn" Analysen zeigten sofortige Auswirkungen auf das Endergebnis und man war endlich im Besitz eines "bau-tauglichen" Steuerungsinstrumentes.

Aus meiner Sicht war es für die mittelständischen Bauunternehmer der 80er Jahre ein echter Kulturschock (der bei einer nicht unerheblichen Anzahl von Unternehmen bis heute anhält).

Mit dieser Transparenz tat man sich lange schwer: Projektsteuerer wurden zu unliebsamen Begleitern von Architekten, Ingenieuren und allen Handwerken über jede Grenze hinweg. Da sich der Projektsteuerer dem PROJEKT gegenüber verpflichtete, sah er sich als Dritter im Bunde oftmals zwei vermeintlich überlegenen Parteien der alten Welt gegenüber. Letztendlich gaben die Erfolge der Zusammenarbeit dann der neuen Betrachtungsweise recht: erst die Konstellation aus Architekt, Techniker und Controller konnte als Paket dem Projekt zum Erfolg verhelfen.

Doch auch dieser Weg ist noch lange nicht am Ende. Der traditionelle Bauleiter im heutigen Bauunternehmen ist schon seit vielen Jahren dabei, die Vorzüge der früher getrennten und sich gegenüberstehenden Welten in einem Berufsbild neu zu definieren und vereinen. Die Betrachtung einer Baustelle hat sich grundlegend geändert: Umlauf- und Vorhaltezeiten, Arbeitswerte und kritische Wege hängen heute schon durch die Kalkulation eines Projektes untrennbar mit der Realisierung eines Bauwerkes zusammen.

Wir haben viel gelernt und hätten uns viel Druck erspart, wenn wir wie unsere Kunden aus Industrie und Handel unseren Fokus auf die Standardisierung unserer Prozesse gelegt hätten. Letztendlich bewirkt dies noch keinen Sinneswandel aber die Einsicht, dass wir uns mit unserer Geschichte auch heute noch kritisch auseinandersetzen.

Wir bei Pfirmann sehen uns schon heute nicht mehr als Bauunternehmen. Wir sind ein Dienstleister, dem die Gesamtverantwortung für ein Projekt zuverlässig übertragen werden kann, weil der Anspruch an unsere Projekte mit dem Anspruch unserer Kunden absolut deckungsgleich verläuft. Wir kontrollieren keine Qualität - wir produzieren sie. In unseren internen Sitzungen hat bei Pfirmann jedes Teammitglied eine Stimme - und weil wir jede Fachbereichs-Kompetenz im Hause haben, stehen Einsprüche, Bedenken oder auch völlig neue Ansätze nicht im Widerspruch zu einer Projektentwicklung.

Wer uns kennenlernt, erlebt ein authentisches Unternehmen mit hochmotivierten Mitarbeitern.

Menschen, für die ihr Beruf mehr ist als ein Job. Wir beraten, planen und bauen mit Leidenschaft.

 

 

 

 

 

 

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